Hinweise
1. Voraussetzungen für den Spielbetrieb:
Handpuppentheater:
Benötigt wird
ausreichender Parkplatz für ein Auto mit Hänger (ca.10.00 m). Der Parkplatz muss in nächster Nähe zum
Spielortes liegen (wenn Helfer beim Tragen des Materials vor und nach der Vorführung für 5 - 10 Minuten zur Verfügung stünden,
wäre das Glücksgefühl des Puppenspielers kaum zu beschreiben),
Platz für die Bühne, an der die Handpuppenspiele gespielt werden, wird wie folgt benötigt:
Länge 3.5m, Breite 2,50 m, Mindesthöhe 2.30 m.
Figurentheater:
Die Stücke "Der müde Löwe", "Der glückliche Marienkäfer" und "Als der Rabe noch singen konnte" werden an einer
Tischbühne gespielt, sie eignen sich nur
für ca. 20-25 Zuschauer. Der hierfür benötigte
Platz ca. 3 mal 3 Meter. Höhe Wohnzimmerhöhe.
Die Stücke "Quixquaxquox, die Katze, der Vogel und die Maus" und "Der Drache am Goldwasserbrunnen" eignen sich für 40 - 50 Zuschauer.
Schattentheater:
Die Schattenspiele sind für ca. 40 Zuschauer geeignet. Der hierfür benötigte
Platz ca. 3 mal 3 Meter. Höhe
Wohnzimmerhöhe. Wenn es ein Podest gäbe, auf dem ein Tisch und ein Stuhl Platz haben, würde sich das
Glücksgefühl des Puppenspielers noch einmal erhöhen.
2. Puppentheater für die Entwicklung des Kindes:
Mit dem Puppenspiel verbinde ich vor allem zwei ganz wichtige Aspekte für die Entwicklung der Kinder:
Da ist zunächst das Theater selbst. Ins Theater zu gehen, sollte für alle Kinder etwas ganz Selbstverständliches
sein. Das ist es aber nicht mehr, weil das Fernsehen einen sehr umfangreichen Raum bei der Freizeitgestaltung der
Kinder eingenommen hat. Theater ist etwas ganz anderes, als Fernsehen. Im Theater werden keine Bilder gezeigt,
die sich bewegen, hier wird noch leibhaftig agiert. Es findet im Theater viel eher eine Identifikation des Kindes
mit dem Geschehen auf der Bühne und mit den Figuren statt. In jedem Theaterspiel entstehen zwischen dem Zuschauer
und den Akteuren auf der Bühne persönliche Beziehungen. Das stärkt die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und
hilft ihnen, Klarheiten und Erkenntnisse für sich selbst zu finden, zumal das Theater in einem Wirklichkeits- und
Phantasiebereich agiert, der dem Lebensbild der Kinder nahe ist und ihm hinsichtlich seiner kindgemäßen Interessen
entgegenkommt.
Und zweitens die Puppen selbst. In keiner Kultur auf der Welt sind Kinder und Erwachsene nicht auf eine subtile
Art mit dem Wesen der Puppen verbunden. Warum? Jede Puppe hat einen Charakter. Mit diesem charaktervollen Wesen,
der Puppe, kann man ins Gespräch kommen, einerlei, ob es ein freundlicher Charakter (die gute Fee) oder ein böser
Charakter (Satan) ist. Der Puppencharakter bindet das Kind zur eigenen Stellungnahme ein und lässt es Kind somit
teilnehmen am Geschehen, das das Stück auf der Bühne anbietet. Das Kind lernt auch über die Puppe sich zu entscheiden.
Dabei ist diese Möglichkeit deshalb so wertvoll, weil, wenn ein Kind sich einmal falsch entschieden hat, eine Puppe
das nicht übel nimmt (Erwachsene sind da wesentlich schwieriger). Puppen können so zu wertvollen Partnern der Kinder
werden, und sie sind in dieser Rolle zeitweilig wichtiger als die Eltern. Kinder können zu ihren Puppen liebevoll,
böse sein, sie können sie streicheln, hegen, pflegen aber auch schlagen, anschreien und in die Ecke feuern. Und kurz
darauf kann das alles schon wieder ganz anders sein. Die Puppe, wie gesagt, nimmt es nicht übel. (Was wäre, wenn Kinder
so mit den Erwachsenen umgingen?) Kinder brauchen Puppen für ihre eigene psychische und soziale Entwicklung und
deshalb ist das Puppentheater ein wichtiger Erfahrungsplatz für das Kind.
Mein Appell:
Eltern und Großeltern geht mit euren Kindern oder Enkelkindern ins Puppentheater!